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Schritt für Pfote

Dieser Artikel wurde von TOBALIE in Zusammenarbeit mit Schritt für Pfote verfasst.

Bellen ist Teil der Kommunikation von Hunden. Hunde kommunizieren über Ausdrucksverhalten, Berührung, Geruch und auch Geräusche. Die Lautsprache von Hunden umfasst neben Bellen auch viele weitere Laute, mehr dazu findest du hier.

Gründe fürs Bellen

Oft ist das Hundebellen für uns Menschen störend und es erzeugt Unmut. Doch warum? Es ist ein Teil der Kommunikation unserer Vierbeiner und fast immer wollen uns unsere Hunde mit dem Bellen etwas mitteilen. Doch was? Das ist sehr unterschiedlich.

Bellen ist für den Hund selbstbelohnend , da dabei Endorphine ausgeschüttet werden. Diese wirken schmerzlindernd, beruhigend und somit gegen Stress.

Hunde können bellen, weil sie freudig erregt, aufgeregt, gestresst sind, oder auch, weil sie ihr Territorium verteidigen, einen Besuch an der Tür melden, weil sie Aufmerksamkeit von dir möchten oder sie gelangweilt sind, als Spielaufforderung oder weil sie sich Lösen müssen. Es sind sehr viele Gründe. Weißt du, warum dein Hund bellt? Denn je nachdem richtet sich der Trainingsansatz.

Trainingsmöglichkeiten

Wie der Grund zu bellen ist auch die Variante des passenden Trainings individuell zu betrachten. Achtung: Bellen wirkt selbstbelohnend, sprich durch die Ausschüttung von Endorphinen belohnt sich der Hund damit quasi selbst.

  • Bellen ignorieren: Das hört sich im ersten Moment sehr einfach an, denn man muss ja nichts machen. So einfach ist das jedoch nicht. Ignorieren heißt nicht anschauen, nicht anfassen, nicht ansprechen und auch nicht innerlich darüber schmunzeln. Das Bellen zu ignorieren hilft nur, wenn der Hund mit dem Bellen mit uns interagieren möchte, z.B. um Aufmerksamkeit von uns zu bekommen. Will der Hund uns aber auf etwas aufmerksam machen, womöglich einen Eindringling, wird der Hund trotz unserer Ignoranz weiter Bellen und es wahrscheinlich dann selbst „in die Hand“ nehmen. Bellt dein Liebling aus Angst kann das Ignorieren sein Gefühl sogar verstärken, da er sich alleingelassen fühlt.
  • Leise Signal einführen: Man legt sich dazu ein paar gut riechende Leckerlis bereit. Bellt der Hund, aus unserer Sicht grundlos, so geht man mit den Leckerlis zum Hund, sagt ruhig „genug“ und hält die Leckerlis vor die Hundenase. Weil er es riecht, hört er mit dem Bellen auf. Jetzt kann er verbal gelobt werden. Mit den Leckerlis führt man den Hund vom Bellreiz weg und erst nach einigen ruhigen Sekunden bekommt der Hund die Leckerlis vor seiner Nase.
    Kennt dein Hund das Clickertraining, kannst du auch in den Bellpausen (beim Luftholen) Clickern und ihn belohnen.
  • Alternativen belohnen: Viele Hunde bellen, wenn es an der Tür läutet und auch dann noch, wenn der Besuch da ist, ihn aber nicht sofort begrüßt. In diesem Fall bietet sich ein Alternativverhalten sehr gut an. Das könnte sein, dass der Hund sich setzen soll. Hund bellen viel weniger, wenn sie sitzen, als wenn sie stehen. Das „Sitz“ ist nebenbei noch sehr freundlich gegenüber dem Besuch. Auch eine Möglichkeit wäre es, das Klingeln an der Tür mit „ab ins Körbchen“ zu verknüpfen. Das macht mitunter den größten Eindruck auf Gäste.

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Weitere Tipps:

  • Stress vermeiden. Umso entspannter dein Hund ist, umso größer sind die Chancen, dass er sich nicht so schnell hineinsteigert.
  • Frustrationstoleranz erhöhen. Dein Liebling muss Geduld lernen, um nicht zu frustrieren, wenn er etwas nicht sofort bekommt.
  • Situationen meiden, die für ihn unangenehm sind. Führe deinen Liebling nicht in Situationen, wenn du weißt, hier wird er Bellen. Übe stattdessen in großer Distanz und nähere dich langsam dem Auslöser.
  • Das nachhaltigste Training ist es, die Ursache vom Bellen zu erforschen und daran zu arbeiten. Hat der Hund keinen Grund zu bellen, wird er es auch nicht tun. Am besten holt man sich hierfür Hilfe von einem professionellen Hundetrainer.

Im Training gegen Bellen sollte auf jeden Fall auf die Nutzung von Anti-Bell-Halsbändern, Fisher-Discs und Co. verzichtet werden, diese sind Schreckreize und somit tierschutzrelevant! Mehr dazu findest du unter: Aversive Trainingsmethoden.

Fazit

Bellen kann viele Gründe haben. Es gilt herauszufinden, warum dein Liebling bellt und das Training daran zu richten. Abhängig von der Ursache wird eine individuelle Trainingsvariante gewählt. Bei falschem Training kann sich das Verhalten im schlimmsten Fall sogar verschlimmern, frage dazu gerne eine/n ExpertIn.