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Schritt für Pfote

Dieser Artikel wurde von TOBALIE in Zusammenarbeit mit Schritt für Pfote verfasst.

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Grenzen machen frei! Grenzen machen frei? Grenzen erleichtern das Zusammenleben mit deinem Hund sehr. Doch dafür muss man sinnvolle Regeln einführen, diese dem Hund nahebringen und dann auch einhalten. Zur Hundeerziehung gehört eben auch dem Hund beizubringen, was er nicht darf.

Dein Hund darf machen was er möchte?

Grenzen sind nichts Negatives, sie sind nicht immer Verbote mit Strafen bei Nichteinhalten.

Wir bestimmen sowieso schon überwiegend das Hundeleben. Wir entscheiden, wann und wohin wir spazieren gehen, mit wem unser Hund spielen darf, wann und was er frisst, wo er schläft, womit er spielt und noch vieles mehr. Also warum sträuben wir uns so gegen Regeln?

Wir sollten Regeln setzen, damit der Hund niemanden belästigt, alle ungefährlich Spaß haben können und wir einen angenehmen Tagesablauf haben können. Diese Regeln ermöglichen auch die Integration in unsere Gesellschaft.

Regeln, Routine und eine klare Struktur geben deinem Liebling auch Sicherheit im Alltag. Wird ihm alles erlaubt, sind wir im Endeffekt meist mit der ein oder anderen Marotte, die er sich unweigerlich aneignet, unzufrieden und dem Hund gegenüber missmutig. Dieser hat das Gefühl auf sich allein gestellt zu sein und entwickelt für sich Lösungsstrategien (Flucht oder Kampf) im Alltag.

Jeder Hundehalter stellt individuelle Regeln für seinen Hund auf. Es ist sein Haus oder seine Wohnung, wo er bestimmt, was der Hund darf und was nicht. Der Hund versteht aber nicht automatisch, welche Regeln gelten. Diese musst du ihm erst zeigen.

Grenzen setzen, aber fair

Das geht ganz einfach! Macht der Hund etwas, was er nicht darf, bieten wir ihm etwas an, was er darf. Und dieses erwünschte Verhalten wird dann belohnt. So schafft man Alternativen und nicht Verbote. Denn Verbote ohne Alternativen führen zu Frust, Unwohlsein und Stress.

Ein Beispiel: Der Hund darf nicht betteln. Was kann man ihm bieten, dass er nicht bettelt? Er bekommt stattdessen etwa einen langanhaltenden Kauartikel, den er in seinem Körbchen fressen kann. Oder man nutzt ein schon gelerntes Signal wie „Geh ins Körbchen“ oder „Geh in deine Box“. Das sind Alternativen, damit der Hund nicht bettelt. Kommt der Hund trotzdem an den Tisch, schickt man ihn freundlich weg und weist noch einmal auf seine Kaustange hin.

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Konsequent sein – nicht unfreundlich

Im engen Zusammenhang mit Regeln setzen, steht Konsequenz. Konsequenz heißt nicht streng oder gar unfair zu sein. Konsequent heißt, dem Hund die Regeln durch Training beizubringen und dann im Alltag auch durchzusetzen. Die Regeln gelten immer und mit jedem Familienmitglied!

Würden Regeln heute gelten und morgen nicht mehr, kann der Hund die Regeln auch nicht begreifen oder sich daran halten. Denn er weiß nie, ob er es nun darf oder nicht. Auch das kann dazu führen, dass der Hund unsicher, ängstlich oder sogar aggressiv wird.

Regeln bringen Freiheit innerhalb der Grenzen. Der Hund lernt die Grenzen spielend leicht zu akzeptieren, indem man ihm Alternativen aufzeigt.

Welche Regeln machen in der Hundeerziehung Sinn?

Mache dir mit allen Beteiligten eine Liste mit den Dingen, die euch wirklich wichtig sind. Habt ihr die Regeln festgelegt, wird ein Alternativverhalten gesucht und es dem Hund beigebracht. Dann gilt es sich daran zu halten! Was dir wichtig ist hängt ganz von deinen Umständen ab, prinzipiell kann ein Hund alles lernen, solange man klar mit ihm kommuniziert.

Sinnvolle Regeln und mögliche Alternativen in der Hundeerziehung können sein:

  • Der Hund darf nicht beim Herd stehen (Verletzungsgefahr).
    Alternativ: In anderem Bereich oder draußen warten.
  • Er darf ohne dein „Ok“ nicht zu Artgenossen oder Menschen hinlaufen.
    Alternativ: Er kommt zu dir.
  • Er darf gefundenes Fressen erst nach Freigabe fressen (Giftiges).
    Alternativ: Er soll Gefundenes anzeigen.
  • Er soll mich nicht im Gesicht ablecken.
    Alternativ: Er darf meine Hand ablecken oder auch nur Kontaktliegen.
  • Er soll niemanden anspringen.
    Alternativ: Vier Pfoten am Boden oder Sitzen, wenn jemand kommt.
  • Er darf nicht ins Bett.
    Alternativ: Er darf auf die Couch.
  • Er darf im Garten keine Löcher buddeln.
    Alternativ: Auf der Hundewiese darf gebuddelt werden.
  • Geht eine Türe auf (auch Kofferraum) darf er nicht gleich rausspringen.
    Alternativ: Er sitzt und wartet auf dein Signal.

Und umgekehrt?

Auch dein Hund hat das Recht dir Grenzen zu setzen. Diese zeigt er dir durch Meideverhalten und Beschwichtigungssignale. Nimm die Bedürfnisse deines Hundes ernst und akzeptiere, wenn er etwas nicht möchte. Etwa hat er das Recht ungestört zu Ruhen und muss sich nicht alles gefallen lassen, was ihm unangenehm ist. Überprüfe die Ursachen, warum er es nicht mag und trainiere freundlich, wenn du etwas von ihm möchtest.

Fazit

Regeln und Grenzen machen in der Hundeerziehung absolut Sinn. Sie haben nichts mit Härte oder Ungerechtigkeit zu tun, sondern verhelfen Hund und Mensch zu einem entspannten Zusammenleben. Mache dir bewusst was dir wichtig ist und übe liebevoll aber konsequent das gewünschte Verhalten mit deinem Hund.